Beleuchtete Geschichte : Kulturräume entwickeln


Industriekultur im Licht der Nacht

Kulturelle Rekultivierung

Big-Band-Konzerte mit nächtlich illuminierten Großexponaten, Knappenchöre und Kapellen in schwarzen Bergmannstrachten, als Kraftwerker oder Bergarbeiter eingekleidete Kinder, die die Ausstellungsstücke des Museums in Betrieb nehmen dürfen, skizzieren das Spektrum der Sonderveranstaltungen und Aktionstage des Hessischen Braunkohle-Bergbaumuseums. Zudem gibt es die Möglichkeit, im Rahmen von Natur- und Techniktagen unter dem Titel „Terra incognita“ Exkursionen in das unbekannte Land des Bergbaues und seiner Folgelandschaft vorzunehmen.

Jenseits von Wechselausstellungen mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten erläutert ein Sonderbereich des Museums im Rahmen einer Mineralogischen Sammlung erdgeschichtliche und geologische Zusammenhänge. Dieser befindet sich derzeit im Neuaufbau. Er kann auf Anfrage besichtigt werden.

Innerhalb der letzten Jahre hat sich das Museum als Spielstätte regionaler und überregionaler kultureller Aktivitäten etabliert. Dabei geht es nicht um die Reduzierung des Musealen auf den Charakter einer beliebigen Bühnenarchitektur, sondern um die Synthese von erlebnisorientierter Präsentation des authentischen Ortes und kultureller Bereicherung einer brachgefallenen industriellen Region auf dem Lande. Im Zentrum steht also der Versuch einer kulturellen Kultivierung.

Das Hessische Braunkohle Bergbaumuseum treibt die überregionale Vernetzung mit anderen Standorten der Industriekultur voran, entwickelt Projektpartnerschaften mit anderen Kulturträgern und versucht mittelfristig, den Themenkomplex Industriekultur und Landschaftswandel als touristisches Qualitätsmerkmal zu entwickeln.

Netzwerk Industriekultur Nordhessen

Seit Ende 2003 befindet sich das „Netzwerk Industriekultur Nordhessen (nino)“ im Aufbau, welches die Entwicklung, Vernetzung und Vermarktung vergangener und gegenwärtiger Industriekultur zum Ziel hat. Die Einzelstandorte kooperieren dabei im Rahmen von Veranstaltungen, im Erscheinungsbild und im Bereich von Fortbildungsveranstaltungen. „ninos“ Themenebenen sind dabei sowohl stoffliche Bereiche wie etwa Bodenschätze oder Energieströme als auch lebensweltlich-kulturelle Phänomene wie Unternehmenskultur und industriell geprägte Landschaften. Themenrouten sollen die unterschiedlichen Standorte besucherfreundlich vernetzen. Dem potentiellen Besucher können sich auf diese Weise Ursachen und Folgen moderner Lebensgestaltung dekodieren. Eines der nino-Torprojekte zur Erschließung der Industrieregion Nordhessen ist das Hessische Braunkohle Bergbaumuseum.

Industriekultur im Licht der Nacht

Mehrmals im Jahr veranstaltet das Bergbaumuseum nächtliche Führungen. Dabei besteht für Besucher die Möglichkeit, die Exponate mittels künstlicher Überformung durch Lichteffekte in einem anderen, vornehmlich ästhetischen Sinnzusammenhang wahrzunehmen. Diese Art der Inszenierung von Industriekultur wird begleitet von Sonderveranstaltungen für Kinder beziehungsweise themengebundener temporärer Bespielung durch Theater- und Musikgruppen.

Auf einer eigens im Museumsgelände vorhandenen Bühnen- und Multifunktionsfläche finden zudem mit unterschiedlichen Kooperationspartnern Kulturveranstaltungen und ein Markt der Möglichkeiten statt.


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Öffnungszeiten

Sommersaison (1. Sonntag vor Ostern bis zum letzten Freitag im Oktober):
Dienstag - Sonntag von 14 Uhr - 17 Uhr

Wintersaison (letzter Samstag im Oktober bis 1. Sonntag vor Ostern)
Sonntag von 14 Uhr - 17 Uhr (nur Besucherstollen / Bergbaugeschichte)

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