Rauchende Schlote : Energie freisetzen


Das Kraftwerksgebäude des Themenparks Kohle & Energie

Eine hämmernde Kohlemühle, ein feurig-rauchender Kraftwerkskessel, eine dröhnende, mit einem Generator verbundene Turbine – die Kraftwerkshalle des Themenparks Kohle & Energie zeigt die wesentlichen Produktionsabschnitte der Stromerzeugung in einem Kohlekraftwerk und verdeutlicht, welch hoher Aufwand nötig ist, damit elektrische Energie aus der heimischen Steckdose fließt.

Die Ausstellungsstücke werden den Besuchern „in Arbeit“ vorgeführt. Dabei stehen vor allem die Prozesse der Energieumwandlung im Mittelpunkt. Die Kraftwerkshalle präsentiert anhand originaler Exponate wie mittels Braunkohle aus Wasser Dampf erzeugt wird, wie aus Dampf Bewegungsenergie entsteht und wie Bewegungsenergie in elektrische Energie umgewandelt wird.

Braunkohle zählt zu den wichtigsten Primärenergieträgern in der Bundesrepublik Deutschland und besteht aus über mehrere Millionen Jahre lang in Biomasse gespeicherter Sonnenergie. Braunkohlekraftwerke verbrauchen diese Energie unwiederbringlich, um elektrische Energie zu erzeugen. Fossile Rohstoffe, wie auch der erzeugte Strom, sind nicht erneuerbar. Thermische Kraftwerke auf Braunkohlebasis sind somit letztlich als Energieverbraucher und nicht als Energieerzeuger anzusehen. Das bedeutenste hessische Braunkohlevorkommen mit ursprünglich über 60 Millionen Tonnen Kohle reichte gerade einmal für 70 Jahre Energieerzeugung aus.

Rauchende Schornsteine gelten als Sinnbild für die Industrialisierung. Auch die Schlote des Kraftwerks Borken symbolisierten während ihres Betriebs diese zeitgeschichtliche Epoche. Der Bau des Großkraftwerks Main-Weser gründete sich in dem Energiehunger und dem Stromboom der 1920er Jahre. Mehrfach erweitert und zu einem Knotenpunkt in dem Stromverbundnetz ausgebaut, versorgte das Borkener Kraftwerk zum Zeitpunkt seiner höchsten Ausbaustufe etwa 600.000 Menschen mit elektrischer Energie.

Das Produkt Strom hatte im 20. Jahrhundert immer mehr Abnehmer gefunden: In den 1920er Jahren ersetzten Glühlampen Petroleumlampen, Elektromotoren Dampfmaschinen; in der Nachkriegszeit nutzten mehr und mehr Haushalte elektrische Geräte – Radios, Fernseher, Kühlschränke, Toaster und Staubsauger. Auch Industriebetriebe benötigen mehr elektrische Energie.

In den 1970er Jahren veränderten sich die Rahmenbedingungen: Neue, größere, modernere Kraftwerksstandorte liefen Borken den Rang ab und produzierten Strom günstiger. Aufgrund mangelhafter Umweltstandarts und der Erschöpfung preisgünstig abzubauender Lagerstätten musste das Kraftwerk Borken im Jahr 1991 vom Netz gehen.

Selber Energie erzeugen – Spielerische Erfahrung für Kinder

Eine Glühlampe verbraucht 60 Watt elektrischen Strom in einer Stunde. Aber wie viel sind 60 Watt und welche Arbeit ist zu ihrer Erzeugung nötig. In der „Spielerischen Erfahrung Energie“ können Kinder im Alter von sieben bis zwölf Jahren z.B. mit Hilfe eines Tretkurbelantriebs Energie erzeugen und ihre individuell erbrachte Leistung auf einer Skala ablesen. Jenseits der Nutzung fossiler Energieträger werden den Kindern andere Möglichkeiten zur Gewinnung elektrischen Stroms aufgezeigt: Mittels einer Solaranlage fangen Kinder Sonnenstrahlen ein und wandeln sie in Bewegungsenergie um.

Staub aufwirbeln, Dampf machen – der Zyklon

Der Zyklon ist ein Kraftwerkskessel, in dem im Kraftwerk Borken Kohlestaub in einem kreisförmigen Wirbel verfeuert wurde. Die Hitze im Zykloninneren erreichte Termperaturen von über 1.400 Grad Celsius. Die Brennkammer war von Rohrleitungen ummantelt. Das Wasser, das durch diese Rohrleitungen floss, verdampfte binnen kürzester Zeit. Anschließend wurde der heiße Dampf unter hohem Druck auf Turbinen geleitet.

Bei der Vorführung des Zyklons wird noch immer jede Menge Staub aufgewirbelt und Dampf gemacht. Das Ausstellungsstück produziert jedoch keinen eigenen Dampf mehr. Die heutige Aufgabe besteht darin, Erkenntnisprozesse zur energetischen Nutzung der Braunkohle zu befördern.


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Öffnungszeiten

Sommersaison (1. Sonntag vor Ostern bis zum letzten Freitag im Oktober):
Dienstag - Sonntag von 14 Uhr - 17 Uhr

Wintersaison (letzter Samstag im Oktober bis 1. Sonntag vor Ostern)
Sonntag von 14 Uhr - 17 Uhr (nur Besucherstollen / Bergbaugeschichte)

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