Rasselnde Bagger : Übertage abtragen

Themenpark Kohle & Energie
Am Freilichtmuseum 1, 34582 Borken (Hessen)

Rasselnde Schaufelrad- und Eimerkettenbagger, rotierende Bohrgeräte, ein Ensemble historischer Bergbaulokomotiven und ein zu einem Aussichtsturm umgestalteter Kohlebunker veranschaulichen die raumgreifenden Prozesse übertägiger Kohlegewinnung.

Auf dem über 3,5 Hektar großen Gelände des Themenparks gewähren inhaltlich gegliederte Ausstellungsbereiche einen Überblick über wesentliche bergbauliche Arbeitsprozesse sowie kulturelle, ökologische und technologische Komplexe der Braunkohlegewinnung – Bergbau im Spannungsfeld industriekultureller Leistung, naturräumlicher Veränderung und gesellschaftlichen Wandels.

Das Ausstellungsspektrum reicht von der Lagerstättenerkundung über die Abraumförderung und die Kohlegewinnung bis hin zur Transportlogistik und umfasst zusätzlich die Bereiche Wasserhaltung, Arbeitssicherheit und Instandsetzung. Eine Bergbaugalerie wirft Fragen zur sozialen Energie des Wirtschaftszweiges auf und geht auf Technologiefolgen ein.

Der Besucherrundweg durch den Themenpark ist anderthalb Kilometer lang. Das Gelände kann auch mittels einer Besucherbahn befahren werden.

Die jeweiliegen Themenfelder bestehen aus unterschiedlichen Strukturelementen:

  • Ein Groß- bzw. Leitexponat ist das charakteristische Merkmal jedes Themenbereichs. So vermittelt z.B. der 14 Meter hohe und ca. 250 Tonnen schwere Schaufelradbagger den Prozess übertägiger Kohlegewinnung. Zahlreiche Leitexponate werden den Besuchern im Demonstrationsbetrieb vorgeführt.
  • Landschaftsbauliche Inszenierungen machen die Funktionalität der Großgeräte erfahrbar. Ein Abraumhügel lässt beispielsweise auf den ersten Blick erkennen, welche enormen Massenbewegungen zur Gewinnung der Kohle bewältigt werden mussten. Zum Vergleich dazu nimmt sich das Fördervolumen der bewusst in unmittelbarer Nähe platzierten Lore (früher zur manuellen Abraumförderung eingesetzt) bescheiden aus.
  • Museale Informationssysteme vermitteln in Form von Text- und Bildtafeln, beweglichen Illustrationen, Großfotografien, Ausstellungsvitrinen, Audioillustrationen und historischen Filmaufnahmen Wissenswertes zum Bergbau Übertage.

Fühlen, was Kohle ist – Erlebnisorientiertes Lernen für Kinder

In die Ausstellungsbereiche sind „Spielerische Erfahrungsfelder“ für sieben- bis zwöfjährige Museumsbesucher integriert, in denen Erlebnischarakter, Experimentierfreude und Neugier im Vordergrund stehen. Sie ermöglichen ein spielerisches Lernen. Die Kinder erfühlen, was Kohle ist, können Grubenwasser pumpen, Geräusche aus der Tiefe hören, baggern, Lokomotivführer spielen und in Form eines Ratespiels knifflige Fragen lösen.

Das Zusammenwirken von Großexponaten, landschaftsbaulichen Inszenierungen, musealen Informationssystemen und den spielerischen Erfahrungsbereichen ermöglichen ein Begreifen von Sinneszusammenhängen für Eltern und Kinder.

Offenes Klassenzimmer

Ein „Offenes Klassenzimmer“ bietet Pädagogen und Schülern die Möglichkeit des Unterrichts unter freiem Himmel. Hier lässt sich der Museumsbesuch nachbereiten und vertiefen.

Stählerner Zeitzeuge

Der Schaufelrradbagger, der für die Besucher in Betrieb gesetzt werden kann, beeindruckt aufgrund seiner Dimensionen. Bei zahlreichen Sonderveranstaltungen wird er unterschiedlich bespielt: Zu Ostern ist er die größte „Eierabwurfmaschine“ Hessens. Bei Abendveranstaltungen wird er kunstvoll zu einer Lichtskulptur illuminiert. Bisweilen dient er auch als Bühne für Theaterstücke.

Der Schaufelradbagger findet sich daher als Leitexponat des Museums im Logo des Hessischen Braunkohle Bergbaumuseums wieder

Bitte Hunde nicht mitführen
Der Themenpark Kohle & Energie ist ein Freilichtmuseum und eine Bildungseinrichtung mit museumspädagogischen Bausteinen für Kinder. Wir bitten Sie daher, Hunde nicht mit auf das Themenparkgelände zu nehmen. .

no images were found


Nutzen Sie die bequeme Online-Führungsanfrage.

Öffnungszeiten

Sommersaison (1. Sonntag vor Ostern bis zum letzten Freitag im Oktober):
Dienstag - Sonntag von 14 Uhr - 17 Uhr

Wintersaison (letzter Samstag im Oktober bis 1. Sonntag vor Ostern)
Sonntag von 14 Uhr - 17 Uhr (nur Besucherstollen / Bergbaugeschichte)

Ihre Besucheranzahl / Gruppengröße

Bitte melden Sie Ihre Gruppenführung erst ab einer Gruppengröße von mind. 15 Personen an.

Ihr Wunschtermin

Ihre Kontaktdaten




Hinweis zum Datenschutz: Mit Absenden des Formulars werden meine angegebenen Daten per E-Mail an die Tourist-Info Borken (Hessen) übermittelt und anschließend verarbeitet. Dieser Übermittlung und Verarbeitung stimme ich ausdrücklich zu. Die alternative Kontaktmöglichkeit ist direkt per E-Mail an: touristinfo@borken-hessen.de.

Das Absenden des Formulars ist nur durch Akzeptieren des Hinweises zum Datenschutz möglich. Sie erhalten eine Kopie Ihrer Nachricht zugesendet. Wir melden uns bei Ihnen zur Terminbestätigung.

Dunkle Schätze : Untertage einfahren

Ausflug Untertage – das Besucherbergwerk
Am Amtsgericht 2-4, 34582 Borken (Hessen)

Ein Stollenmundloch führt in den untertägigen Ausstellungsbereich des Hessischen Braunkohle Bergbaumuseums. Der Besucherstollen stellt thematisch gegliedert den Arbeitsalltag der Bergleute vor.

An den einzelnen Stationen Untertage erfahren die Besucher, wie anhand von Erkundungsbohrungen die genaue Lage des Rohstoffvorkommens ermittelt, die Kohle mittels Hacke, Schaufel und Kettenbahn oder durch Sprengarbeit gewonnen wurde und welche mechanischen Gewinnungsgeräte zum Einsatz kamen.

Der Ausflug Untertage führt mitten in die Arbeitswelt der Bergleute hinein. Die Ausstellungsstücke werden den Besuchern „in Arbeit“ vorgeführt. Knatterndes, mit Pressluft betriebenes Bohrgerät, rotierende Walzen von Schrämladern, Kohle raubende Streckenvortriebsmaschinen, Erdmassen abstützende Schildausbaue, ratternde Förderbänder mit Kumpelfängern – all das lässt sich vor Ort erleben.

Die Steigerstube für das „Buttern Untertage“ (die Frühstückspause) und der Grubenwehrraum waren ebenfalls Bestandteile dieser für Viele unbekannten Arbeitswelt, die, geprägt von Dunkelheit, Enge, Lärm, Schmutz, Staub und künstlicher Lichtzufuhr schon seit jeher als hart, mühsam und gefahrvoll empfunden wurde.

Im Betriebsablauf einer Braunkohlenzeche kam der Transportlogistik hohe Bedeutung zu. Der Besucherstollen präsentiert mit einer Kettenbahn, Förderbändern und der Einschienenhängebahn auch typische Transportmittel unterschiedlicher Epochen und erläutert die unterirdische Welt eines Braunkohletiefbaues im Sinne einer technikhistorischen Entwicklungsgeschichte.

Erlebnisstollen für Kinder

Sieben- bis zwölfjährige Kinder können die bergmännischen Arbeitsbedingungen in einem besonders gestalteten, museumspädagogischen Bereich (dem Kindererlebnisstollen) auf spielerische Art erfahren. Bei dieser Reise Untertage, die im Anschluss an eine Führung durch das Besucherbergwerk stattfindet, steht eine Erweiterung der Wahrnehmungsmöglichkeiten der kleinen Besucher im Vordergrund. Das Empfinden von völliger Dunkelheit, Zugluft, Lärm, Hitze und „Orientierungslosigkeit Untertage“ steht dabei im Zentrum der Vermittlung.

Sicherheit Untertage: Der Kumpelfänger

Unterirdische  Strecken und Stollen erstrecken sich oft kilometerlang. Um lange Anfahrtswege zu ersparen, nutzen Bergleute Kohleförderbänder zum Transport. Wenn die Kumpel- nach der Schicht müde und abgespannt- beim Ausfahren einnicken, droht die Gefahr, am Ende des Förderbandes abgeworfen zu werden. Um dies zu verhindern, werden über dem Förderband Gummischürzen aufgehängt. Die Bergleute stoßen gegen diese Gummischürzen, werden geweckt und können rechtzeitig vom Förderband abspringen. Diese Gummischürzen heißen Kumpelfänger.

no images were found


Nutzen Sie die bequeme Online-Führungsanfrage.

Öffnungszeiten

Sommersaison (1. Sonntag vor Ostern bis zum letzten Freitag im Oktober):
Dienstag - Sonntag von 14 Uhr - 17 Uhr

Wintersaison (letzter Samstag im Oktober bis 1. Sonntag vor Ostern)
Sonntag von 14 Uhr - 17 Uhr (nur Besucherstollen / Bergbaugeschichte)

Ihre Besucheranzahl / Gruppengröße

Bitte melden Sie Ihre Gruppenführung erst ab einer Gruppengröße von mind. 15 Personen an.

Ihr Wunschtermin

Ihre Kontaktdaten




Hinweis zum Datenschutz: Mit Absenden des Formulars werden meine angegebenen Daten per E-Mail an die Tourist-Info Borken (Hessen) übermittelt und anschließend verarbeitet. Dieser Übermittlung und Verarbeitung stimme ich ausdrücklich zu. Die alternative Kontaktmöglichkeit ist direkt per E-Mail an: touristinfo@borken-hessen.de.

Das Absenden des Formulars ist nur durch Akzeptieren des Hinweises zum Datenschutz möglich. Sie erhalten eine Kopie Ihrer Nachricht zugesendet. Wir melden uns bei Ihnen zur Terminbestätigung.

Stillstehende Räder : Identität erhalten

400 Jahre hessische Braunkohlegeschichte
Am Amtsgericht 2-4, 34582 Borken (Hessen)

Die Dauerausstellung „Bergbaugeschichte“ informiert über die historische Entwicklung der hessischen Braunkohlegewinnung, die bis in das 16. Jahrhundert zurückreicht. Eine Übersichtskarte zeigt die ehemaligen Zechenstandorte. In der Region um den Meißner, die als eines der ältesten Braunkohlereviere der Bundesrepublik Deutschland gilt, förderten Bergleute die Ressource bereits im Jahr 1578. Auch in der Umgebung Kassels, in den ländlichen Regionen Nordhessens und in der Nähe Frankfurts wurde in nennenswertem Umfang Braunkohle abgebaut.

Die Ausstellung stellt die Frage nach der Bedeutung der Braunkohle als Faktor der Industrialisierung, geht auf die soziale Situation der Bergleute ein und präsentiert bergmännische Gegenstände, Fotografien und Urkunden. Ein historischer Förderwagen (in der Bergmannssprache als Hunt bezeichnet), zahlreiche Grubenlampen (Geleucht), marktscheiderische Vermessungsgeräte und typische Bergmannstrachten vermitteln den Besuchern einen Eindruck bergmännischer Tradition.

Ein Werkstattbereich, Spinde, Kleiderhaken und eine Waschkaue gewähren Einblicke in das alltägliche Arbeitsleben. Tagebau- und Kraftwerksmodelle zeigen die Orte der Arbeit. Eine Küchenzeile mit einem Kohleherd lenkt den Blick auf das „Zuhause“ einer Industriearbeiterfamilie.

Die Ausstellung „Bergbaugeschichte“ befindet sich in dem ältesten, restaurierten Fachwerkgebäude der Stadt Borken „Am Amtsgericht“, das unter Denkmalschutz steht. Die Wahl dieses besonderen Ausstellungsortes unterstreicht den Stellenwert der Bergleute im Wirtschaftsgefüge der Region.

In unmittelbarer Nähe des Fachwerkgebäudes in der Borkener Altstadt weisen Streckenvortriebsmaschinen und ein Förderschachtgerüst auf den musealen Charakter des Gebäudeensembles hin. Das Schachtgerüst stammt vom ehemaligen Tiefbaubetrieb Stolzenbach, der sich in etwa zehn Kilometer Entfernung von der Kernstadt befand. Mit der Umsetzungsaktion verband sich aus Sicht der regionalen Bevölkerung eine besondere Intention, schuf sie doch einen innerstädtischen Erinnerungsort an das Grubenunglück des Jahres 1988 und eine ideelle Verbindung zu der am Unglücksort geschaffenen „Gedenkstätte Stolzenbach“.

Gedenkstätte

Am 01. Juni 1988 ereignete sich auf der Grube Stolzenbach eine untertätige Kohlenstaubexpolsion, bei der 51 Bergleute ums Leben kamen. Acht Bergleute wurden verletzt. Sechs Bergleute konnten gerettet werden. Die Grube, einer der letzten bundesdeutschen Braunkohletiefbaue, musste aufgrund der Zerstörung ihren Betrieb einstellen. Auf dem ehemaligen Betriebsgelände wurde eine Gedenkstätte errichtet, die an all diejenigen erinnert, die bei der Arbeit im Borkener Braunkohlerevier tödlich verunglückten. Die Gedenkstätte wurde im Jahr 1991, das Museumsgebäude in der Borkener Altstadt im Jahr 1992 eingeweiht. Die Gedenkstätte Stolzenbach ist ständig öffentlich zugänglich.

Künstlerische Interpretation

Am Museumsgebäude in der Kernstadt hat noch eine zweite museale Einrichtung mit hoher Symbolkraft ihren Ausgangspunkt: die Borkener Museumsstraße. Sieben Skulpturen und drei technische Denkmale aus dem Kraftwerk und dem Bergbau sind künstlerischer Ausdruck des historischen Umbruchprozesses in der Region. Die Kunstobjekte, geformt aus ehemaligen Werkzeugen und Maschinenteilen, interpretieren traditionelle Berufsbilder wie Kraftwerksmaschinist, Steiger oder Markscheider und symbolisieren Vergänglichkeit und Neubeginn.

Die Borkener Museumsstraße verbindet auf einer Länge von anderthalb Kilometern die vier wichtigsten Ausstellungsbereiche des Hessischen Braunkohle Bergbaumuseums: Das Besucherbergwerk und die Dauerausstellung „Bergbaugeschichte“ mit dem Themenpark „Kohle & Energie“ und dem Naturschutz-Informationszentrum „Borkener See“

Die Ausstellung „Bergbaugeschichte“, die Gedenkstätte Stolzenbach und die Museumsstraße sind das Spiegelbild der Indentitätsbrüche in der ehemaligen Bergbauregion.

Braunkohle – eine Definition

Braunkohle ist ein fossiler Rohstoff und ein nichterneuerbarer Energieträger. Sie entstand vor mehreren Millionen Jahren durch einen Umwandlungsprozess pflanzlicher Überreste aus urzeitlichen Urwäldern. Farne, Gräser, Büsche und Bäume, die erst mit Hilfe der Sonnenenergie wachsen konnten, bildeten beim Absterben weiträumige Moore, die sich langsam absenkten. Im Verlauf des Inkohlungsprozesses wandelt sich die Biomasse erst in Torf, dann in Braunkohle und später in Steinkohle um.

Braunkohle besteht zur Hälfte aus Wasser und Sauerstoff, zu einem Drittel aus Kohlenstoff sowie aus mineralischen, nicht brennbaren Materialien. Weitere Bestandteile können Schwefel, Stickstoff und Teer sein. Braunkohle wird vorrangig zur Erzeugung elektrischer Energie, aber auch zur Brikett- und Kohlestaubproduktion genutzt.

no images were found


Nutzen Sie die bequeme Online-Führungsanfrage.

Öffnungszeiten

Sommersaison (1. Sonntag vor Ostern bis zum letzten Freitag im Oktober):
Dienstag - Sonntag von 14 Uhr - 17 Uhr

Wintersaison (letzter Samstag im Oktober bis 1. Sonntag vor Ostern)
Sonntag von 14 Uhr - 17 Uhr (nur Besucherstollen / Bergbaugeschichte)

Ihre Besucheranzahl / Gruppengröße

Bitte melden Sie Ihre Gruppenführung erst ab einer Gruppengröße von mind. 15 Personen an.

Ihr Wunschtermin

Ihre Kontaktdaten




Hinweis zum Datenschutz: Mit Absenden des Formulars werden meine angegebenen Daten per E-Mail an die Tourist-Info Borken (Hessen) übermittelt und anschließend verarbeitet. Dieser Übermittlung und Verarbeitung stimme ich ausdrücklich zu. Die alternative Kontaktmöglichkeit ist direkt per E-Mail an: touristinfo@borken-hessen.de.

Das Absenden des Formulars ist nur durch Akzeptieren des Hinweises zum Datenschutz möglich. Sie erhalten eine Kopie Ihrer Nachricht zugesendet. Wir melden uns bei Ihnen zur Terminbestätigung.

Rauchende Schlote : Energie freisetzen

Das Kraftwerksgebäude des Themenparks Kohle & Energie

Eine hämmernde Kohlemühle, ein feurig-rauchender Kraftwerkskessel, eine dröhnende, mit einem Generator verbundene Turbine – die Kraftwerkshalle des Themenparks Kohle & Energie zeigt die wesentlichen Produktionsabschnitte der Stromerzeugung in einem Kohlekraftwerk und verdeutlicht, welch hoher Aufwand nötig ist, damit elektrische Energie aus der heimischen Steckdose fließt.

Die Ausstellungsstücke werden den Besuchern „in Arbeit“ vorgeführt. Dabei stehen vor allem die Prozesse der Energieumwandlung im Mittelpunkt. Die Kraftwerkshalle präsentiert anhand originaler Exponate wie mittels Braunkohle aus Wasser Dampf erzeugt wird, wie aus Dampf Bewegungsenergie entsteht und wie Bewegungsenergie in elektrische Energie umgewandelt wird.

Braunkohle zählt zu den wichtigsten Primärenergieträgern in der Bundesrepublik Deutschland und besteht aus über mehrere Millionen Jahre lang in Biomasse gespeicherter Sonnenergie. Braunkohlekraftwerke verbrauchen diese Energie unwiederbringlich, um elektrische Energie zu erzeugen. Fossile Rohstoffe, wie auch der erzeugte Strom, sind nicht erneuerbar. Thermische Kraftwerke auf Braunkohlebasis sind somit letztlich als Energieverbraucher und nicht als Energieerzeuger anzusehen. Das bedeutenste hessische Braunkohlevorkommen mit ursprünglich über 60 Millionen Tonnen Kohle reichte gerade einmal für 70 Jahre Energieerzeugung aus.

Rauchende Schornsteine gelten als Sinnbild für die Industrialisierung. Auch die Schlote des Kraftwerks Borken symbolisierten während ihres Betriebs diese zeitgeschichtliche Epoche. Der Bau des Großkraftwerks Main-Weser gründete sich in dem Energiehunger und dem Stromboom der 1920er Jahre. Mehrfach erweitert und zu einem Knotenpunkt in dem Stromverbundnetz ausgebaut, versorgte das Borkener Kraftwerk zum Zeitpunkt seiner höchsten Ausbaustufe etwa 600.000 Menschen mit elektrischer Energie.

Das Produkt Strom hatte im 20. Jahrhundert immer mehr Abnehmer gefunden: In den 1920er Jahren ersetzten Glühlampen Petroleumlampen, Elektromotoren Dampfmaschinen; in der Nachkriegszeit nutzten mehr und mehr Haushalte elektrische Geräte – Radios, Fernseher, Kühlschränke, Toaster und Staubsauger. Auch Industriebetriebe benötigen mehr elektrische Energie.

In den 1970er Jahren veränderten sich die Rahmenbedingungen: Neue, größere, modernere Kraftwerksstandorte liefen Borken den Rang ab und produzierten Strom günstiger. Aufgrund mangelhafter Umweltstandarts und der Erschöpfung preisgünstig abzubauender Lagerstätten musste das Kraftwerk Borken im Jahr 1991 vom Netz gehen.

Selber Energie erzeugen – Spielerische Erfahrung für Kinder

Eine Glühlampe verbraucht 60 Watt elektrischen Strom in einer Stunde. Aber wie viel sind 60 Watt und welche Arbeit ist zu ihrer Erzeugung nötig. In der „Spielerischen Erfahrung Energie“ können Kinder im Alter von sieben bis zwölf Jahren z.B. mit Hilfe eines Tretkurbelantriebs Energie erzeugen und ihre individuell erbrachte Leistung auf einer Skala ablesen. Jenseits der Nutzung fossiler Energieträger werden den Kindern andere Möglichkeiten zur Gewinnung elektrischen Stroms aufgezeigt: Mittels einer Solaranlage fangen Kinder Sonnenstrahlen ein und wandeln sie in Bewegungsenergie um.

Staub aufwirbeln, Dampf machen – der Zyklon

Der Zyklon ist ein Kraftwerkskessel, in dem im Kraftwerk Borken Kohlestaub in einem kreisförmigen Wirbel verfeuert wurde. Die Hitze im Zykloninneren erreichte Termperaturen von über 1.400 Grad Celsius. Die Brennkammer war von Rohrleitungen ummantelt. Das Wasser, das durch diese Rohrleitungen floss, verdampfte binnen kürzester Zeit. Anschließend wurde der heiße Dampf unter hohem Druck auf Turbinen geleitet.

Bei der Vorführung des Zyklons wird noch immer jede Menge Staub aufgewirbelt und Dampf gemacht. Das Ausstellungsstück produziert jedoch keinen eigenen Dampf mehr. Die heutige Aufgabe besteht darin, Erkenntnisprozesse zur energetischen Nutzung der Braunkohle zu befördern.


Nutzen Sie die bequeme Online-Führungsanfrage.

Öffnungszeiten

Sommersaison (1. Sonntag vor Ostern bis zum letzten Freitag im Oktober):
Dienstag - Sonntag von 14 Uhr - 17 Uhr

Wintersaison (letzter Samstag im Oktober bis 1. Sonntag vor Ostern)
Sonntag von 14 Uhr - 17 Uhr (nur Besucherstollen / Bergbaugeschichte)

Ihre Besucheranzahl / Gruppengröße

Bitte melden Sie Ihre Gruppenführung erst ab einer Gruppengröße von mind. 15 Personen an.

Ihr Wunschtermin

Ihre Kontaktdaten




Hinweis zum Datenschutz: Mit Absenden des Formulars werden meine angegebenen Daten per E-Mail an die Tourist-Info Borken (Hessen) übermittelt und anschließend verarbeitet. Dieser Übermittlung und Verarbeitung stimme ich ausdrücklich zu. Die alternative Kontaktmöglichkeit ist direkt per E-Mail an: touristinfo@borken-hessen.de.

Das Absenden des Formulars ist nur durch Akzeptieren des Hinweises zum Datenschutz möglich. Sie erhalten eine Kopie Ihrer Nachricht zugesendet. Wir melden uns bei Ihnen zur Terminbestätigung.